Mit Charme und Sonnenschein

Halmstads BK – AIK Solna 0:1 (0:1)
06. Mai 2017, Örjans Vall, 5.438 Zuschauer, Allsvenskan 2017

…nach einer halben Stunde komme ich am Örjans Vall an. Was für ein schöner Anblick. Die Sonne scheint wie verrückt auf das Stadiongelände, welches direkt am Nissan lieg. Der Fluss verschluckt vor An- und nach Abpfiff den einen oder anderen Böller der Gästeanhänger, die bösen Buben. Optisch macht natürlich der Eingang des 1922 erbauten Stadions wahnsinnig viel her. Das Stadion und seine Lage passen hervorragend in das Tagesbild. Malerisch.
Eine Stunde vor Spielbeginn werden die Tore geöffnet und am zweiten Eingang vor dem Gelände erwerbe ich ein Stehplatz-Ticket für 15 EUR. Der Naturrasen wird von 3 Tribünen umfasst: an den Längsseiten einmal komplett Sitzplatztribüne und gegenüber 7 Sitzreihen über 15 Stufen Steher und hinter einem Tor ist der Gästebereich, mit drei einzelnen Gerüsten. Der Mob aus Stockholm hat dabei die besten Plätze, lassen sich 90 Minuten die Sonne auf Schädel und Bauch brennen und feiern ab der 5. Minute ihre Führung, welche bis zum Schlusspfiff Bestand haben soll. Ein missglückter Klärungsversuch, bei dem ein Verteidiger seinen eigenen Kollegen anschießt, landet beim AIK Stürmer, der ohne Mühe einlocht. Ab da machen sie nicht mehr als nötig, Halmstad dagegen bemüht, jedoch ohne Durchschlagskraft.

Vor dem Spiel gab es auf dem Gelände noch Burger + Getränk für umgerechnet 6,50 EUR. Keine Offenbarung, aber in Ordnung, der Hunger treibt’s rein.
Das Rund ist mit ca. 5.500 Zuschauern besetzt, stimmungstechnisch war auf der Heimseite kein organisierter Support zu vernehmen. Zu Beginn vesucht sich zwar zwei, drei Dutzend daran die Fahnen zu schwenken und akustisch was darzubieten, stellt dies dann aber im Laufe des Spiels gänzlich ein. Im Auswärtsblock dafür immer Singsang und gute Stimmung.

In der Nachspielzeit geht es noch einmal hoch her. Der junge Keeper im Gäste-Tor macht sich gerade auf den Weg den Ball zum Abstoß zu holen, da kommt schon der Unparteiische angerannt und verwarnt ihn mit Gelb. Zugegeben, das/sein Zeitspiel war im zweiten Durchgang schon auffällig, aber hier in dieser Situation hatte es noch keinen Anlass zur Verwarnung gegeben. Sei es drum, denken alle. Außer der Käpt’n. Der schimpft wie ein Rohrspatz, so lange bis auch er verwarnt wird und damit die Ampelkarte sieht. In dem Getummel dabei zückt der Schiri noch mal die Gelbe für einen AIK-Spieler. Ach ist das aufregend. Gleich danach ist aber Schluss, die drei Punkte machen sich auf den langen Weg in die Hauptstadt und ich trappel zurück zur Halmstad Arena, wo mein fahrbarer Untersatz in der Sonne schmorrt.

Sehr schöner Ground. Morgen noch IFK und dann war es das schon wieder.

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