Der Pokal dem FCH. Nicht.

FC Hansa Rostock vs. Hertha BSC 0:2 (0:0)
14. August 2017, Ostseestadion, 22.400 Zuschauer, DFB-Pokal 2017/18

Das Pokal-Highlight der ersten Runde ist nun schon einige Tage her. Es wurde in den Minuten, Stunden, Tagen während und nach dem Spiel vieles und alles geschrieben. Richtiges und falsches. Nur noch nicht von jedem.

Direkt im Anschluss des diesjährigen Open Flair Festivals geht es von Eschwege über Bremen und Hamburg nach Rostock. Auf der Route wurde der eine oder andere Übeltäter aufgesammelt, so dass eine bunte Besatzung das Ostseestadion enterte. Einer von uns machte sich auf den Weg zum und in den Gästeblock, wir drei platzierten uns auf die Nord. Mit einer Zuschaueranzahl >20k war man an Ticketschalter, Verzehrbuden und Eingang leicht überfordert. Sei es drum, es passiert ja leider nicht all zu oft.

Das gut gefüllte Rund war spürbar erfreut ob des Andrangs und den folgenden mindestens 90 Minuten.

Hier bedurfte es nicht den „Funken, der von den Fans auf die Mannschaft (oder umgekehrt) übersprang“, die 22.400 sowie die elf aufm Platz waren von Beginn an heiß darauf den Favoriten aus der Hauptstadt Paroli zu bieten und im besten Fall gar ein Bein zu stellen. In der Defensiv stand man sehr kompakt und nah am Mann, die Gäste konnten sich dadurch keine nennenswerten Tormöglichkeiten erspielen. Ganz vorne mit dabei war Henning, Wannenwetsch und Holthaus. Deren Zweikampfquote lag gefühlt im dreistelligen Prozentbereich, die Jungs zudem mit einigen Balleroberungen und letztgenannter gar mit ungewohnt technischen Finessen am und mit dem Ball. Holthaus’ Stammbaum gehört mal überprüft, der muss brasilianische Wurzeln haben. So stark die Defensive, so wenig Durchschlagskraft in der Offfensive. Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen.

In der Pause wurde ein alkoholfreies Alster verklappt, immer diese Sauferei, und völlig betrunken die zweite Hälfte verfolgt. Im Gästeblock tobte sich der Mob ein wenig aus, Pyro etc. sollen se machen, nur die scheiß Leuchtraketen gehören nicht in die Hansablöcke und nicht aufs Spielfeld. Idioten. Aber die Gefahr für die Hansahotten bedarf jedoch später keiner Erwähnung, warum auch. Vielleicht ausartender und gefährlicher und überhaupt war dann nämlich das Zeigen, Zerreißen und Abbrennen des Banners „Ostkurve Hertha BSC“, jaha. Hätten die Berliner ihren Lagerraum mal seinerzeit mit nem Fahrradschloss gesichert, da wäre es erst gar nicht so weit gekommen…
Vor und nach der Unterbrechung musste man auf Hansaseite froh sein, dass wir noch nicht in Rückstand geraten waren, denn die Gäste wurden immer überlegener und es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Berliner… das erste und dann das zweite Tor schossen und damit letztendlich verdient als Sieger vom Platz gingen. Die Kräfte schwanden sichtbar auf unserer Seite, aber nach den gelaufenen Kilometern kein Wunder.

Im x-ten Anlauf hatte es wieder nicht geklappt für eine Pokalüberraschung zu sorgen und die zweite Runde zu erreichen. Sehr schade. Man hofft zwar natürlich jedes Jahr, aber diese aktuelle Truppe hätte es wirklich verdient gehabt. Sie konnten wahrlich mit erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Und wer weiß, vielleicht nächste Saison…

Unsere Rückfahrt verzögerte sich natürlich, da unser Besatzungsmitglied aus der Hauptstadt doch noch einige Zeit im bzw. vor dem Gästeblock verweilen und der Mob erstmal geschlossen zur Haltestelle Parkstraße eiern musste. Dort gelöst und in der Nähe ins fahrende Auto gesprungen, ging es dann gen Hamburg, auf der Autobahn war ein Däne in seinem Golf rasant und auf allen drei Spuren unterwegs. Ob er es bis nach Hause bzw. seinem Ziel erreicht hat, sei zu hoffen, jedoch auch zu bezweifeln. Wir zumindest schließen um halb drei die Wohnungstür und fielen sodann längs in den Flur zur Nachtruhe.

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