Der Pokal dem FCH. Nicht.

FC Hansa Rostock vs. Hertha BSC 0:2 (0:0)
14. August 2017, Ostseestadion, 22.400 Zuschauer, DFB-Pokal 2017/18

Das Pokal-Highlight der ersten Runde ist nun schon einige Tage her. Es wurde in den Minuten, Stunden, Tagen während und nach dem Spiel vieles und alles geschrieben. Richtiges und falsches. Nur noch nicht von jedem.

Direkt im Anschluss des diesjährigen Open Flair Festivals geht es von Eschwege über Bremen und Hamburg nach Rostock. Auf der Route wurde der eine oder andere Übeltäter aufgesammelt, so dass eine bunte Besatzung das Ostseestadion enterte. Einer von uns machte sich auf den Weg zum und in den Gästeblock, wir drei platzierten uns auf die Nord. Mit einer Zuschaueranzahl >20k war man an Ticketschalter, Verzehrbuden und Eingang leicht überfordert. Sei es drum, es passiert ja leider nicht all zu oft.

Das gut gefüllte Rund war spürbar erfreut ob des Andrangs und den folgenden mindestens 90 Minuten. Weiterlesen

Schreiben nach Zahlen

Hamburger SV – Hertha BSC Berlin 2:0 (0:0)
06. März 2016, Volksparkstadion, 46.136 Zuschauer, Bundesliga 2015/16

06.03.2016. 22525 Hamburg. 12. gegen 3. oder HSV gegen Hertha. 16:30 Uhr treffen in St. Ellingen.
Block 14 für 25 EUR oder so.
17:30 Uhr Anpfiff. 46.136 Zuschauer. 0 Stimmung im Gästesektor, aus gutem Grund. 1 Choreografie auf der Heimseite und 3 verschiedene Gesänge dort in 90 Minuten.
1 A Rasen, 3.-Liga-Mündern läuft das Wasser im Mund zusammen. 45 Minuten lang 0-8-15 Geschiebe. 15 Minuten Pause. 2 Tore für die Hamburger durch Müller. 3 Punkte für den HSV.
5 Stunden von zu Hause weg.

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Vereinsliebe? Fanliebe.

Letzte Woche war Montag. Montag ist ja jede Woche. Montag ist auch meistens Topspiel-Montag. Der Zweitliga-Kick der Woche eben. Auf dem Sport-/Werbesender. Letzten Montag war das Hertha BSC vs. Union. Das Berliner Derby, welches das Prädikat „Topspiel“ eben auch verdiente. Sandhausen vs. Regensburg wäre auch mal interessant. Aber egal.

Bei diesem Spiel wurde dann leider schon im Vorfeld medientechnisch der 1. FC Union als neues/weiteres St. Kackbraun präsentiert. Dass man diese beiden Vereine nicht miteinander vergleichen kann, sollte jedem klar. Die Unterschiede sind zu markant und sind müßig zu erwähnen. Aber konzentrieren wir uns nur auf die sympathischen (das wäre z.B. ein Unterschied) Berliner.

Als Herthas hässlicher Brasilianer mit dem ostdeutschen Namen die Ausgleich in die Maschen nagelt und der Anhang aus Köpenick, trotz der Aussicht statt Derbysieg nur einen Derbypunkt mit auf die weite Rückfahrt zu nehmen, wie die 86 Minuten zuvor stimmungstechnisch nicht abbricht, folgte der nächste Lobgesang des Reporters. Es wurde noch einmal die tatkräftige Unterstützung beim Stadionumbau thematisiert und in meinen Augen die nicht ganz richtige Schlussfolgerung gezogen: das sei nämlich Vereinsliebe. Weiterlesen